Der Transport schwerer Ladungen birgt besondere Risiken. Das erfordert eine sorgfältige und spezifische Vorgehensweise bei der Ausarbeitung der Frachtbedingungen, der Reise-, Lade-, Stau- und Zurrpläne, bei der Schulung der Besatzung und der Beachtung der geltenden Gesetze und Vorschriften.

Um diese Risiken effektiv zu kontrollieren und die Mitglieder beim Transport solcher Ladungen zu unterstützen, beinhalten die NNPC-Versicherungsbedingungen eine Meldepflicht für bestimmte Ladungen. Darüber hinaus bietet der NNPC seinen Mitgliedern die Möglichkeit, sie aktiv bei den Vorbereitungen zu unterstützen, um die Risiken so weit wie möglich zu begrenzen. Gemäß Artikel 12 der P&I-Bedingungen des NNPC sind Mitglieder verpflichtet, Ladungen zu melden, die schwerer als 50 Tonnen sind oder sich nur schwer sichern lassen. Im Zweifelsfall empfehlen wir, vorsichtshalber immer Kontakt mit dem NNPC aufzunehmen.
Bei einer Meldung kann der NNPC bei der Beurteilung der Reisebedingungen behilflich sein. Falls erforderlich, wendet sich der NNPC in Absprache mit dem Mitglied an einen Schwergutexperten, um die Planung zu beurteilen und gegebenenfalls Empfehlungen auszusprechen. Damit wir eine Anfrage schnell und sorgfältig prüfen können, bitten wir unsere Mitglieder, bei der Meldung mindestens die folgenden Angaben zu machen:
- Befrachtungsbedingungen;
- Beschreibung der Ladung (einschließlich Gewicht und Abmessungen);
- Reiseplanung und Kopien der Lade-, Stau- und Zurrpläne;
- Kopie der Stabilitätsberechnungen.
Auf der Grundlage dieser Informationen bewertet der NNPC gemeinsam mit Ihnen die Risiken, darunter die Zweckmäßigkeit der Lasch- und Zurrpläne und das mögliche Risiko von Schäden an Ladung und Schiff. Bei Bedarf erfolgt dies mit Unterstützung eines Schwergutexperten. Die Kosten für diese Unterstützung werden vom NNPC übernommen. In einigen Fällen ist für den Transport bestimmter Schwerlasten und unter spezifischen Bedingungen eine Zusatzversicherung erforderlich. Natürlich kann NNPC Sie hinsichtlich der erforderlichen Deckung beraten. Aus den Schadensfällen, die der NNPC in den letzten Jahren im Zusammenhang mit dem Transport von Schwerlasten bearbeitet hat, lässt sich ableiten, dass viele Risiken im Nachhinein nicht ausreichend inventarisiert wurden. In vielen Fällen hätten vorbeugende Maßnahmen Schäden verhindern oder begrenzen können.
Durch die gemeinsame Überprüfung der Vertragsbedingungen und der Reiseplanung können geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung getroffen werden. Bei Fragen oder wenn Sie Unterstützung benötigen, wenden Sie sich bitte per E-Mail an das NNPC-Schadenteam.



