{"id":11501,"date":"2023-05-15T11:54:44","date_gmt":"2023-05-15T11:54:44","guid":{"rendered":"https:\/\/nnpc.tempurl.host\/?p=11501"},"modified":"2025-06-29T17:29:27","modified_gmt":"2025-06-29T17:29:27","slug":"die-psychische-gesundheit-ihrer-crew-ist-wichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nnpc-marine.com\/de\/die-psychische-gesundheit-ihrer-crew-ist-wichtig\/","title":{"rendered":"Die psychische Gesundheit Ihrer Crew ist wichtig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Es ist kein offensichtliches und schon gar kein einfaches Thema. Wenn man an Seeleute denkt, denken viele an Raufbolde, die nicht reden, sondern schuften. Harte Kerle, die sich immer f\u00fcr das Schiff und seine Ladung einsetzen. Doch die psychische Gesundheit der Besatzung ist ein Thema, das besondere Aufmerksamkeit verdient.<\/strong><\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ist das Leben auf See nicht immer einfach: weit weg von zu Hause, lange Tage, wenig Privatsph\u00e4re. Hinzu kommen Arbeitsstress, Probleme an der Heimatfront und &#8211; nicht zu untersch\u00e4tzen &#8211; die traumatischen Folgen, die die Gefahr der Arbeit auf See mit sich bringen kann. Zum Beispiel, wenn ein Besatzungsmitglied Zeuge eines Unfalls geworden ist. Was die Sicherheit der Besatzung betrifft, so liegt der Schwerpunkt vor allem auf der k\u00f6rperlichen Gesundheit, aber die psychische Gesundheit ist ebenso wichtig.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Sailor&#8217;s Society, einer britischen Initiative, die Seeleuten hilft, ihr eigenes Wohlbefinden zu beobachten, zeigt eine in Zusammenarbeit mit der Universit\u00e4t Yale durchgef\u00fchrte Studie, dass mehr als 25 % der Menschen auf See an einem oder mehreren Symptomen einer Depression leiden. Viele von ihnen, etwa 45 %, fragen nicht nach Hilfe. Etwa ein Drittel spricht mit Freunden oder der Familie dar\u00fcber und nur ein F\u00fcnftel mit einem Kollegen, obwohl sie oft monatelang auf See auf engem Raum zusammen sind.<\/p>\n<p>Besatzungsmitglieder mit psychischen Problemen haben m\u00f6glicherweise das Gef\u00fchl, dass sie in der \u201eMacho\u201c-Kultur an Bord nicht mithalten k\u00f6nnen. Die g\u00e4ngige Haltung kann darin bestehen, dass man seinen Mann steht und weitermacht, ohne die l\u00e4ngerfristigen negativen Folgen zu bedenken. Die bereits zitierten Untersuchungen zeigen, dass man sich davor scheut, Probleme offen anzusprechen, nicht zuletzt, weil die Besatzungsmitglieder bef\u00fcrchten, dass man ihnen sagt, sie seien nicht arbeitsf\u00e4hig und sie ihren Arbeitsplatz verlieren.<\/p>\n<p>Psychische Probleme k\u00f6nnen nicht nur f\u00fcr das Besatzungsmitglied selbst, sondern auch f\u00fcr seine Familie, Freunde und andere Besatzungsmitglieder ein Problem darstellen. Sie k\u00f6nnen sich in niedriger Arbeitsmoral, Konzentrationsproblemen und einem erh\u00f6hten Risiko von Fehlzeiten und &#8211; nicht zuletzt &#8211; Verletzungen aufgrund unkonzentrierter Arbeit \u00e4u\u00dfern. Der Schiffsleitung k\u00f6nnen dadurch Kosten durch Versp\u00e4tungen, R\u00fcckf\u00fchrung und ein erh\u00f6htes Risiko von Fracht- oder Schiffssch\u00e4den oder Navigationsfehlern entstehen. Ein noch gr\u00f6\u00dferes Problem kann entstehen, wenn die Probleme eines Besatzungsmitglieds zu gef\u00e4hrlichen Situationen durch k\u00f6rperliche Aggression gegen\u00fcber anderen oder sich selbst f\u00fchren, m\u00f6glicherweise mit sehr ernsten Folgen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es unm\u00f6glich, die Moral an Bord unter allen Umst\u00e4nden hoch zu halten. Jedes Besatzungsmitglied hat seine eigenen Bed\u00fcrfnisse, Eigenheiten und Hintergr\u00fcnde. Als Schiffsleitung ist es wichtig, dass Sie die H\u00f6hen und Tiefen Ihrer Besatzung so gut wie m\u00f6glich kennen und aktiv eingreifen k\u00f6nnen, wenn Sie bemerken, dass ein Besatzungsmitglied Probleme hat, auch wenn es sich dessen selbst nicht bewusst ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist kein offensichtliches und schon gar kein einfaches Thema. Wenn man an Seeleute denkt, denken viele an Raufbolde, die nicht reden, sondern schuften. Harte Kerle, die sich immer f\u00fcr das Schiff und seine Ladung einsetzen. Doch die psychische Gesundheit der Besatzung ist ein Thema, das besondere Aufmerksamkeit verdient. 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