{"id":13448,"date":"2024-06-04T17:17:30","date_gmt":"2024-06-04T17:17:30","guid":{"rendered":"https:\/\/nnpc.tempurl.host\/bemanningszaken-recente-ontwikkelingen-in-filipijnse-rechtspraak-preventieadvies-2024\/"},"modified":"2025-06-29T17:28:42","modified_gmt":"2025-06-29T17:28:42","slug":"crewangelegenheiten-juengste-entwicklungen-in-der-philippinischen-rechtsprechung-praeventionsempfehlung-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/nnpc-marine.com\/de\/crewangelegenheiten-juengste-entwicklungen-in-der-philippinischen-rechtsprechung-praeventionsempfehlung-2024\/","title":{"rendered":"Crewangelegenheiten &#8211; J\u00fcngste Entwicklungen in der philippinischen Rechtsprechung &#8211; Pr\u00e4ventionsempfehlung 2024"},"content":{"rendered":"<p><strong>Personensch\u00e4den bei der Crew hatten in den letzten Jahren nach wie vor erhebliche Auswirkungen auf den NNPC. Das liegt zum einen an den relativ hohen Krankenhaus- und R\u00fcckf\u00fchrungskosten und zum anderen an dem Risiko von Gerichtsverfahren in bestimmten L\u00e4ndern.<\/strong><\/p>\n<p>Im Falle der Philippinen m\u00f6chten wir unsere Mitglieder auf der Grundlage einer Reihe j\u00fcngster Urteile darauf aufmerksam machen, wie wichtig es ist, Beweise rechtzeitig und vollst\u00e4ndig zu sammeln und die POEA-Verfahren sorgf\u00e4ltig zu verfolgen und zu dokumentieren.<\/p>\n<ol>\n<li><strong>Sammeln von Beweismaterial:<\/strong> Zwei k\u00fcrzlich ergangene Urteile zeigen, wie wichtig es ist, die richtigen Beweise zu sammeln, insbesondere medizinische Berichte und Behandlungsnachweise. Im ersten Fall strengte ein Crewmitglied ein Verfahren wegen vollst\u00e4ndiger Arbeitsunf\u00e4higkeit aufgrund einer Panikst\u00f6rung ein, die laut seiner Behauptung arbeitsbedingt war. Obwohl ein Kausalzusammenhang nur schwer nachzuweisen war, gab der Oberste Gerichtshof der Philippinen der Klage auf der Grundlage des von dem Crewmitglied vorgelegten \u00e4rztlichen Gutachtens statt. Der Arbeitgeber hatte ebenfalls ein Gutachten vorgelegt, das jedoch keine eindeutige Aussage dar\u00fcber enthielt, ob die Panikst\u00f6rung arbeitsbedingt war. In einem anderen Fall machte ein Crewmitglied eine Klage wegen eines malignen Melanoms anh\u00e4ngig, das durch die lange Sonneneinstrahlung w\u00e4hrend seiner Zeit an Bord (insgesamt 15 Jahre) verursacht worden sei. Auch hier hatte die Reederei keine medizinischen Beweise daf\u00fcr vorgelegt, ob die Erkrankung arbeitsbedingt war oder nicht. Es liegt auf der Hand, dass der Oberste Gerichtshof im Zweifelsfall regelm\u00e4\u00dfig zugunsten der philippinischen Crewmitglieder entscheidet. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass medizinische Beurteilungen ordnungsgem\u00e4\u00df aufgezeichnet und klare Schlussfolgerungen dar\u00fcber gezogen werden, ob eine Krankheit oder eine Verletzung arbeitsbedingt ist, was dem betreffenden Crewmitglied dann auch mitgeteilt werden muss.<\/li>\n<li><strong>POEA-Verfahren:<\/strong> In einem anderen Fall wies der Oberste Gerichtshof k\u00fcrzlich die Klage eines Crewmitglieds ab, weil es die nach der Verfahrensweise der POEA (Philippine Overseas Employment Agency) vorgeschriebene medizinische Behandlung nicht abgeschlossen hatte. Diese Entscheidung unterstreicht die Bedeutung der ordnungsgem\u00e4\u00dfen Einhaltung der POEA-Vorschriften und die Notwendigkeit f\u00fcr die Arbeitgeber, jeden Versto\u00df dagegen zu dokumentieren. Wir weisen darauf hin, dass laut POEA eine abschlie\u00dfende medizinische Beurteilung innerhalb von 120 Tagen erfolgen muss, es sei denn, die Frist wird in R\u00fccksprache auf maximal 240 Tage verl\u00e4ngert. Diese \u00e4rztliche Beurteilung muss dem Crewmitglied f\u00f6rmlich mitgeteilt werden. Gleichzeitig muss dokumentiert werden, dass das Crewmitglied die medizinische Beurteilung erhalten und verstanden hat.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Um unsere Mitglieder in diesem Prozess bestm\u00f6glich zu unterst\u00fctzen, empfehlen wir, bei Personenschaden bei Crewmitgliedern von Anfang an zumindest die folgenden Informationen zu sammeln:<\/p>\n<ul>\n<li>Kopien der Schiffstageb\u00fccher &#8211; einschlie\u00dflich der Arbeits- und Ruhezeiten der Crewmitglieder<\/li>\n<li>Erkl\u00e4rungen des Kapit\u00e4ns und der Besatzung, in denen der Vorfall oder die Umst\u00e4nde beschrieben werden, unter denen die R\u00fcckf\u00fchrung des betreffenden Crewmitglieds stattgefunden hat<\/li>\n<li>Kopie des individuellen und des kollektiven Arbeitsvertrages<\/li>\n<li>Kopie der PEME-Dokumentation \u00fcber die k\u00f6rperlichen und geistigen Untersuchungen vor der Einstellung (soweit vorhanden)<\/li>\n<li>Medizinische Berichte &#8211; sowohl \u00fcber Behandlungen im Ausland als auch im Heimatland<\/li>\n<li>Kopie des Unfallberichts (im Falle von Personenschaden)<\/li>\n<li>Kopien von Dokumenten, die von oder f\u00fcr Beh\u00f6rden im Zusammenhang mit dem Vorfall ausgestellt wurden (Polizei, Hafenbeh\u00f6rden usw.)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir bitten unsere Mitglieder, sich bei Zwischenf\u00e4llen an Bord sowie bei der R\u00fcckf\u00fchrung von Crewmitgliedern mit dem NNPC-Schadenteam \u00fcber <a href=\"mailto:claims@nnpc-marine.com\">claims@nnpc-marine.com<\/a> in Verbindung zu setzen, damit gegebenenfalls Korrespondenten benannt werden k\u00f6nnen und Unterst\u00fctzung beim Sammeln von Beweisen und der weiteren Ergreifung der erforderlichen formalen Schritte geleistet werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Personensch\u00e4den bei der Crew hatten in den letzten Jahren nach wie vor erhebliche Auswirkungen auf den NNPC. 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