In Mexiko ist es nach dem Tod des Anführers des Jalisco New Generation Cartel (CJNG) am 22. Februar während einer von US-Geheimdiensten unterstützten Militäroperation in der Nähe von Tapalpa, Jalisco, zu Gewaltausbrüchen gekommen. Vergeltungsaktionen – darunter Straßenblockaden, Brandstiftungen und Schusswechsel – breiteten sich rasch aus und beeinträchtigten die Logistik und den Zugang zu Häfen in wichtigen Gebieten.

P&I-Korrespondenten und Berater berichten von vereinzelten, aber erheblichen Auswirkungen auf die Schifffahrt:
- Manzanillo (Colima, Mexikos verkehrsreichster Containerhafen): Am 22. Februar vorübergehend geschlossen und Tore als Vorsichtsmaßnahme aufgrund von nahegelegenen Straßenblockaden und Unruhen verbarrikadiert. Der Hafen wurde am 23. und 24. Februar wieder geöffnet, aber der Frachtverkehr wurde durch Straßenblockaden, brennende Fahrzeuge und Sicherheitskontrollen unterbrochen. Der inländische Straßentransport zum/vom Hafen hatte mit erheblichen Verzögerungen zu kämpfen.
- Puerto Vallarta (Jalisco): Unruhen in der Stadt, Brände und Straßenblockaden beeinträchtigten den lokalen Zugang, was zur Streichung von Kreuzfahrtstopps bei einigen Reedereien führte. Es gibt keinen großen Handelshafen, aber die regionale Logistik wurde indirekt beeinträchtigt.
- Weiterreichende Auswirkungen: Höheres Risiko für Besatzungswechsel, Landtransporte zwischen Flughäfen/Hotels/Häfen und keine Möglichkeit, Fracht oder Vorräte in Jalisco, Colima, Michoacán und Guanajuato an Bord zu bringen. Es gibt noch keine landesweiten Schließungen im Seeverkehr, und die großen Häfen wie Lázaro Cárdenas sind vorerst weiterhin geöffnet.
Präsidentin Claudia Sheinbaum berichtete, dass Ruhe und Normalität allmählich zurückkehren und die Gewalt seit dem 24. Februar abnimmt. Die Empfehlung der US-Behörden, zu Hause zu bleiben, wurde inzwischen in mehreren Bundesstaaten teilweise zurückgenommen. Wir empfehlen unseren Mitgliedern, in engem Kontakt mit den lokalen Behörden zu bleiben, um über die Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben, und vorerst keine Besatzungswechsel in Mexiko vorzunehmen.
Mitglieder, die Unterstützung benötigen, können sich rund um die Uhr per E-Mail an claims@nnpc-marine.com an das NNPC-Schadenteam wenden.
