Wir wurden von unserem mexikanischen Korrespondenten, P&I Services Mexico, über eine anhaltende Ölverschmutzung im Golf von Mexiko informiert, die derzeit den Betrieb in den Häfen von Veracruz und, in geringerem Maße, Coatzacoalcos beeinträchtigt.

Seit Anfang März 2026 hat sich die Ölverschmutzung über etwa 600 Kilometer Küstenlinie ausgebreitet. Obwohl die Ermittlungen der mexikanischen Behörden noch andauern, wird vermutet, dass der Vorfall mit einer möglichen Einleitung durch ein unbekanntes Schiff in Zusammenhang steht. Erhebliche Mengen an Rohöl haben inzwischen die Hafengebiete erreicht und es sind weiterhin Ölflecken vorhanden.
Schiffe, die die betroffenen Häfen anlaufen, müssen verschiedene betriebliche Risiken einkalkulieren. Öllachen auf dem Wasser können Schiffe verunreinigen und Anlagen und Beschichtungen angreifen. Wenn ein verunreinigtes Schiff in einen Hafen einläuft, kann dies zu Inspektionen und gegebenenfalls zu Geldstrafen oder zur Festsetzung führen. Darüber hinaus können Reinigungs- und Inspektionsauflagen zu betrieblichen Verzögerungen führen.
Mitgliedern, die in diesem Gebiet unterwegs sind, wird dringend empfohlen, beim Anlaufen der betroffenen Gewässer besonders wachsam zu sein und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, wie beispielsweise den Einsatz von Ölsperren beim Anlegen. Im Falle einer Verschmutzung des Schiffsrumpfs sind unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, um in Zusammenarbeit mit den lokalen Korrespondenten die Inspektion, Reinigung und ordnungsgemäße Dokumentation zu veranlassen.
Mitglieder, die Unterstützung benötigen, werden gebeten, sich an das Schadenteam des NNPC zu wenden, das rund um die Uhr erreichbar ist: claims@nnpc-marine.com.
