Die Sicherheitslage im südlichen Roten Meer hat sich in den letzten Tagen erheblich verschlechtert. Die Streitkräfte der Huthi haben ihre Position im Gebiet um die Meerenge von Bab el-Mandeb weiter verstärkt, wodurch die Risiken für die Handelsschifffahrt in diesem Gebiet zunehmen.

Jüngsten Berichten zufolge haben die Streitkräfte der Huthi innerhalb kurzer Zeit unter anderem die Hafenstadt Mokha, die Insel Perim (Mayun) an der engsten Stelle der Meerenge von Bab el-Mandeb sowie die Inseln Groß- und Klein-Hanish eingenommen. Damit haben sie ihre Präsenz entlang der Westküste des Jemen und rund um diese wichtige Schifffahrtsroute weiter ausgebaut.
UK Maritime Trade Operations und das Joint Maritime Information Center (UKMTO/JMIC) warnen weiterhin vor erhöhten Sicherheitsrisiken auf See in der Region. Dabei geht es nicht nur um das Risiko von Angriffen, sondern auch um Störungen von Navigationssystemen, beispielsweise durch GNSS-Spoofing und AIS-Manipulation. Diese Entwicklungen können die Navigationssicherheit sowie eventuelle Such- und Rettungsmaßnahmen erschweren.
NNPC Marine Insurance rät seinen Mitgliedern, die Entwicklungen weiterhin genau zu verfolgen und Fahrten durch das südliche Rote Meer, die Meerenge von Bab el-Mandeb und den Golf von Aden nach Möglichkeit zu vermeiden. Sollte eine Fahrt durch dieses Gebiet unvermeidbar sein, empfehlen wir unseren Mitgliedern, uns dies rechtzeitig mitzuteilen. So kann geprüft werden, ob ein zusätzlicher Versicherungsschutz für Kriegsrisiken und/oder K&R erforderlich und verfügbar ist.
Haben Sie Fragen oder möchten Sie eine geplante Reise besprechen? Dann wenden Sie sich bitte an unser Underwriting-Team: underwriting@nnpc-marine.com.
